Pulswellenmessung
Durchblutungsstörungen gelten als eine oft unentdeckte Gefahr. Häufig ist Arteriosklerose die Ursache.
Typische Anzeichen sind:
- Schmerzen im hinteren Oberschenkelbereich oder im Gesäß
- Taubheitsgefühle oder Kribbeln in den Beinen
- Schmerzen beim Laufen und Treppensteigen
- Dauerhaft kalte Füße und Waden
- Verfärbungen an den Beinen
- Durchblutungsstörungen im Gehirn können Schwindel und Gedächtnisstörungen hervorrufen
Pulswellenmessung mit dem boso ABI-Messgerät
Ausführliche Messmethode
Durch das gleichzeitige Anlegen von vier Blutdruckmanschetten an Armen und Beinen wird bei diesem Messverfahren untersucht, ob eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK), auch „Schaufensterkrankheit“ genannt, vorliegt. Das Ergebnis dieser Messung, der sogenannte ABI (Ankle-Brachial-Index), sollte größer als 0,9 sein.
ABI-Beurteilung
- ABI größer als 0,9: keine PAVK
- ABI 0,75 bis 0,9: leichte PAVK
- ABI 0,5 bis 0,75: mittelschwere PAVK
- ABI kleiner als 0,5: schwere PAVK
Messung der Pulswellengeschwindigkeit
Bei der zweiten Messung wird die Pulswellengeschwindigkeit ermittelt. Je langsamer sich die Pulswelle nach einem Herzschlag fortbewegt, desto elastischer sind die Gefäße. Die Messung der Pulswellengeschwindigkeit ist ein Maß für die arterielle Gefäßsteifigkeit. Die Gesamtpulswelle wird vom Gerät aus den beiden Arm-Knöchel-Pulswellen berechnet. Die Arm-Knöchel-Pulswellen sollten den Grenzwert von 14,5 m/s nicht überschreiten. Die Gesamtpulswellengeschwindigkeit sollte unter 10 m/s liegen.
Jeder Patient erhält einen Ausdruck des Gesamtergebnisses. Bei auffälligen Ergebnissen sollte ein Arzt aufgesucht werden, um weitere Untersuchungen zu veranlassen (z. B. Ultraschalluntersuchungen, Blutanalysen oder eine Anpassung der Medikation). Selbstverständlich beraten wir unsere Patienten, wie sie durch die Reduzierung von Risikofaktoren selbst aktiv zu ihrer Gesundheit beitragen können.
Mit dem neu entwickelten boso ABI-System können periphere arterielle Verschlusskrankheiten schnell erkannt werden.
- Rund 4,5 Millionen Menschen in Deutschland sind betroffen.
- Die Lebenserwartung der Betroffenen ist durchschnittlich um etwa 10 Jahre reduziert.
- Jeder fünfte Betroffene verstirbt innerhalb von fünf Jahren.
- Neun von zehn Patienten zeigen keine klassischen Symptome – die Durchblutungsstörung bleibt daher oft lange unentdeckt.

